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< Sportliche Steppkes
08.08.2014 11:25 Uhr
Kategorie: Fußball

Fallrückzieher und Fairplay


Das Fußballfieber grassierte seit Montag im Sport- und Freizeitzentrum an der Jahnstraße. 74 Kids im Alter von sieben bis 13 Jahren lernten im Fußball-Ferien-Camp der SG Sendenhorst mit Rudi Strunz alles über das Spiel mit dem runden Leder.

Das Fußballfieber grassierte seit Montag im Sport- und Freizeitzentrum an der Jahnstraße. 74 Kids im Alter von sieben bis 13 Jahren lernten im Fußball-Ferien-Camp der SG Sendenhorst mit Rudi Strunz alles über das Spiel mit dem runden Leder. Die Kinder kamen aus Ahlen, Ostenfelde und natürlich aus Sendenhorst. Auch acht fußballbegeisterte Mädchen waren dabei. „Das ist eine gute Quote“, freute sich Rudi Strunz, der bereits seit 2002 diese Fußballcamps durchführt.

In sechs Gruppen aufgeteilt begann für die Mädchen und Jungen der Tag nach einem durchgeplanten Ablauf. Nach der morgendlichen Begrüßung gab es einen Überblick über das Programm der Gruppen. Dann folgte ein kurzes Tagesgespräch, denn nicht nur in der Praxis sollten die Mädchen und Jungen etwas lernen, sondern auch in der Theorie, darauf legte Rudi Strunz großen Wert. Am Montag waren es zunächst die Verhaltensregeln im Camp, die mit den Fußball-Kids durchgesprochen wurden.

So musste sich jedes Kind beim Trainer abmelden, bevor es die Gruppe verließ. „Wenn ein Kind Durst hat, legt die ganze Gruppe eine Trinkpause ein“, erklärt Strunz. Das sei nicht nur wegen des heißen Wetters gut, denn so wisse auch der Trainer immer, wo jeder sei. Aber auch Themen wie Fairplay, Teamgeist, Verhalten im Training oder Fußball und Schule wurden angesprochen. „Die Kinder bekommen hier Werte vermittelt, die sie auch in die Vereine mitnehmen sollen“, so Strunz.

Im Praxisteil führten die Trainer mit den F-Junioren kleine Spiele und Übungen durch. Bei den Älteren, den E- und D-Junioren, begann das Training mit verschiedenen Schwerpunkten wie Koordination, Technik oder Schießen.

Alle Trainer besitzen einen Trainerschein und können das Training selbst gestalten. Auch eine Mini-WM und kleine Übungsspiele standen auf dem Wochenprogramm. Nach dem Waschen oder Duschen am Ende des Fußballtages gab es noch eine kurze gemeinsame Abschlussbesprechung.

„Mir liegt daran, dass die Kinder jeden Tag eine Kleinigkeit zurückbekommen“, merkt Strunz an. So gebe es kleine Belohnungen für die Kids, mal eine Medaille, mal eine Urkunde oder ein Schlüsselband. Überhaupt wunderte sich Strunz immer wieder, dass alle Kinder bei den Temperaturen morgens wieder fit auf dem Rasen standen. Doch alle sind mit Begeisterung dabei. „Oft muss man sie vom Platz holen, damit sie etwas trinken“, schmunzelte er. Aber das Wetter spiele für die Kids sowieso keine Rolle. Vor ein paar Jahren habe es dicke Hagelkörner vom Himmel gegeben. „Wir mussten die Kinder fast vom Platz ziehen.“

Auch das DFB-Abzeichen wurde in dieser Fußballwoche absolviert. An den fünf Stationen Dribbelkünstler, Kurzpass-Ass, Kopfballkönig, Flankengeber und Elferkönig wurden in den entsprechenden Fähigkeiten Punkte gesammelt. „Da spielt der Ehrgeiz mit“, wusste Rudi Strunz, denn es ging um Gold, Silber oder Bronze. Für die Fußballer unter neun Jahren gibt es das Schnupper-Abzeichen, bei dem die Übungen noch nicht so anspruchsvoll sind.

Mittags wurden die jungen Sportler mit kindgerechten Mahlzeiten verpflegt. „Freitag ist Fischstäbchen-Tag“, schmunzelte der Camp-Leiter, der aus Erfahrung weiß, wie begehrt die panierten Stäbchen sind. Zudem gibt es Salat, Obst und Getränke nach Bedarf. „Wir haben 360 Liter Apfelschorle gekauft“, berichtete Strunz. „Doch wir werden wohl noch nachholen müssen“, ergänzte er mit Blick in den strahlend blauen Himmel. Denn Getränke gibt es bis zum Abwinken. Darum kümmert sich auch Helferin Gerti Harbaum.

Die gelernte Krankenschwester war auch die erste Anlaufstelle bei kleinen Blessuren, die bei so viel sportlicher Betätigung natürlich nicht ausblieben. Paul kühlte gerade seine Hand, die einen Ball abbekommen hat. Das Camp mache ihm viele Spaß, meinte er und zischte schon wieder ab auf den Platz. Egal, ob Prellungen, Nasenbluten oder Insektenstich – in der kleinen Apotheke der Helferin findet sich das passende Heilmittel. Vom Blasenpflaster bis zum Eisbeutel, Gerti Harbaum weiß, welches Mittel das richtige ist, damit die kleinen Sportler schnell wieder aufs Feld können.

Am Freitag gab es noch eine Siegerehrung. Denn ein Teilnehmer der Fußballfreizeit kann die Sportschule in Kaiserau besuchen. „Das ist nicht unbedingt der beste Fußballer“, meinte der Camp-Leiter. Denn es werde auch das Sozialverhalten, auf das im Camp viel Wert gelegt wird, mit in die Bewertung eingehen.