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< midnight-kick“ - Fussball für jedermann zu später Stunde -
06.02.2013 10:30 Uhr
Kategorie: Sportbeirat, Vereinsvorstand

„Schweigen schützt die Falschen – Prävention sexualisierte Gewalt“.


Das Thema sexualisierte Gewalt ist nicht erst seit den Missbrauchs - Affären vor zwei Jahren ein viel diskutiertes Thema in Deutschland. Betroffen sind nicht nur kirchliche Einrichtungen – auch vor (Sport)Vereinen macht das Problem nicht halt. Auch in der SG Sendenhorst ist das Problembewusstsein gegenüber dem Thema gestiegen und so bildete die SG in Zusammenarbeit mit dem Kreissportbund Warendorf interessierte Übungsleiterinnen und Übungsleiter im Haus Siekmann fort.

 19 Übungsleiter-innen der SG und ein Teilnehmer des RV Albersloh nutzten die Gelegenheit, sich über dieses Thema zu informieren. Meike Schröer, Referentin des Landessportbundes NRW vermittelte grundlegende Informationen über die Formen der Gewalt und erarbeitete mit den Teilnehmern Handlungsmöglichkeiten zur Prävention und Intervention.

 Neben der Definitionsklärung „was ist sexualisierte Gewalt in Abgrenzung zu sexueller Gewalt?“, erläuterte Meike Schröer die Formen sexualisierter Gewalt, die in allen gesellschaftlichen Bereichen stattfindet und sich nicht auf einzelne Nischen beschränkt. Sie wird an Mädchen und Jungen jeden Alters verübt und überwiegend von Männern, aber auch von Frauen begangen.

 Sexualisierte Gewalt gegen Mädchen und Jungen ist nicht die Ausnahme, sondern Alltag in Deutschland. Bei einer jährlichen Zahl von 20.000 Opfern muss mit einer deutlich höheren Dunkelziffer gerechnet werden. „Uns schockieren die Zahlen. Umgerechnet heißt das, jedes 5. Mädchen in meiner Übungsgruppe könnte betroffen sein.“ bemerkte eine Teilnehmerin.

 Wie aber geht man damit um, wenn man plötzlich mit einem Verdacht oder einem konkreten Hinweis konfrontiert wird? „In diesem Fall ist „Ruhe bewahren“ oberstes Gebot“, empfahl Meike Schröer. „Danach sollte man sich fragen, woher der Verdacht kommt, Anhaltspunkte dafür sammeln und notieren und auch die eigenen Gefühle dabei benennen. Ferner sollte man sich fragen, wo man Unterstützung holen und Verbündete finden kann. Auf keinen Fall sollte der vermutete Täter informiert werden.“ erläuterte Meike Schröer.

 Neben den Kriseninterventionsstrategien für die Übungsleiter /innen wurden auch Präventionsstrategien auf Abteilungs- und Vereins-Ebene vorgestellt und entwickelt.

 „Wichtig ist für die Vereine, nicht erst zu handeln, wenn es einen konkreten Verdacht gibt, sondern im Vorfeld Strukturen zu schaffen“, erläuterte Meike Schröer. „Teil der Prävention- neben der Schaffung einer Aufmerksamkeitskultur im Verein – kann die Unterzeichnung des, wie in der SG bereits umgesetzt, Ehrenkodex, sowie die Einführung des erweiterten Führungszeugnisses sein.